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Strolchi, ist Manni aus Seevetal. Er hatte eine Malesche mit seiner Dicken und ist auf ein parkendes Auto aufgefahren. Ihm ist zum Glück nicht so viel passiert, außer ein paar blauen Flecken und einem ausgeschlagenen Zahn, geht es ihm gut. Nur seine Dicke ist ein bisschen zerledert und wurde als Totalschaden abgestempelt. Wir haben uns entschlossen ihm beim Neuaufbau zu helfen. In den nächsten Wochen und Monaten, werden wir Euch Schritt für Schritt zeigen was sich tat und was es kostete. Dabei werden wir auf alle kostengünstigeren Alternativen ( Ebay, Freunde, Lager ) zu Yamaha zurück greifen. Aber nun erstmal ein Eindruck von dem, was zu machen ist.

Die Dicke war bei der Firma Treiber in Hamburg ( Laservermessung ) um den Rahmen zu begutachten. Da alle Winkel und Maße nicht mehr stimmen, muß die Maschine komplett zerlegt werden, damit der Rahmen gerichtet werden kann. Das ist der erste Schritt und deshalb ist sie bei uns in der Werkstatt.


Die Dicke wird angeliefert! Zum Glück waren ein paar helfende Hände anwesend.
Glück gehabt! Als der Hänger vor der Werkstatt stand, fiel die Dicke zur Seite um. Zum Glück konnten wir sie auffangen. Wär das unterwegs passiert....
Geschafft sie ist drin!
Wie Ihr seht, hat er gut getroffen. Felge, Gabel, Tank, Trittbretter, Lenker, Rahmen, Lampe, Zusatz -beleuchtung, Fender, Windshild, Sturzbügel etc.
Wär aber alles kein Problem, wenn, ja wenn der Rahmen nicht krumm wär. Deswegen muß alles abgebaut werden, damit der Rahmen zum Richten kann.
Hier nochmal ein Bild von der Anlieferung!
Petra rechnet schon mal die Schadenssumme aus.
Die erschöpften Helfer!

20.09.06

Heute war der Tag! Die Dicke wird für das Richten des Rahmens vorbereitet. Und das heißt, alles muß raus!

Die Ausgangslage!
Das Gutachten der Firma Treiber! Wie Ihr seht, stimmt kein Winkelmaß mehr, obwohl man nicht viel sieht. Stellt Euch nur mal vor, Ihr würdet eine Wilde kaufen, wo nur die Gabel repariert wurde, ohne den Rahmen zu richten.
Erstmal die Elektrik trennen!
Bremsanlage vorne und hinten sowie des Trittbrett Rechts, die Lampe und den Heckfender entfernt.
Kupplungszug und Sturzbügel teilweise demontiert. Tank und Dash runter.
Batterie, Batteriefach, Blackbox, Relais, Sicherungskasten demontiert und die meisten Steckverbindungen getrennt.
Benzinpumpe, Gleichrichter, erste Motorhalterung ab.
Luftfilter und Gaszüge demontiert.
Der Kabelbaum und ämtliche Kabelhalter sind entfernt.
Dumm gelaufen! Die Achse des Vorderrades war so doll verbogen, daß sie nur mit roher Gewalt raus ging. Trotzdem kann man die Nabe und die Speichen noch gebrauchen. Reifen, Achse und Felgenband müßen entsorgt werden.
Das Gabelrohr ist durch den Aufprall geplatzt und 3/4 durchgebrochen. Die untere Gabelbrücke ist zur Hälfte abgerissen.
Gabel, Zündspulen, Hinterrad, Schwinge, Stossdämpfer entfernt. Jetzt steht da nur noch der Rahmen, Motor und Getriebe. Bis hier hin, hab ich 5 Stunden gebraucht.

21.09.06

Getriebedemontage!

Die Restarbeiten stehen an. Motor und Getriebe - demontage. Dafür hatte ich 2 Stunden veranschlagt. Als erstes wurden alle Betriebsstoffe, wie Motor - und Zwischengetriebeöl abgelassen. Dies geht jetzt natürlich sehr einfach, weil man überall gut ran kommt. Auf diesem Bild habe ich die Pulleyverkleidung abgeschraubt und das Sicherungsblech der Kontermutter des Pulley´s, weggebogen.
Um die Mutter zu lösen, benötigt man einen 36 Maulschlüssel. Der Maulschlüssel oder eine Stecknuss in dieser Größe sind nicht unbedingt Grundausstattung eines Knarrenkastens ( die meisten gehen bis 32 ). Also vorher besorgen. Um ein Mitdrehen zu verhindern, tritt man einfach die Fußbremse, wenn Hinterrad, Pulley und Riemen noch montiert sind, oder man legt einen Gang ein, was wir getan haben. Wenn ihr die Mutter abgedreht habt, könnt Ihr das Pulley abziehen. Da Ihr es jetzt schon mal ab habt, kontrolliert doch bitte die Verzahnung auf Verschleiß. Kommt häufig vor. Da diese Wilde mal gerade 7500 KM auf dem Buckel hat, ist alles in Ordnung. nun müßen wir die 4 SChrauben in der Mitte und 3 Schrauben auf der linken Seite lösen, um das Gehäuse abzunehmen.
Jetzt könnt Ihr den Deckel abnehmen.
Nun geht es auf der anderen Seite weiter.
So, auf der rechten Seite können wir jetzt erstmal den Chromdeckel abschrauben. Hier ist keine Papierdichtung, sondern ein O - Ring montiert. Hier ist auch noch kein Öl. Ihr seht jetzt links die Ölförderpumpe und rechts die Kontermutter des Zahnrades.
Hier habe ich die Ölförderpumpe interessehalber demontiert ( Aufbau und Funktion studiert ). Dies ist für die  Getriebedemontage nicht erforderlich. Die Ölförderpumpe hat auf der Rückseite eine Papierdichtung, die sehr leicht reißt und einen Stift in der Welle, der beim Abnehmen raus fällt. Desweiteren hat sie eine Zahnwelle, die einfach nur reingeschoben wird. Achtet auf die unterschiedlichen Schraubenlängen!
Jetzt nehmen wir die Abdeckung des Antriebes ab. Spätestens jetzt merkt Ihr es, wenn Ihr vergessen habt das Öl vom Zwischengetriebe abzulassen. Auch hier ist eine große Papierdichtung. Deckel vorsichtig entfernen, dann bleibt sie heil. Unten links könnt Ihr jetzt ein Filtersieb sehen, welches laut Yamaha, bei älteren Modellen überprüft werden sollte. Hier noch jungfräulich!
Hier habe ich die Kontermutter der rechten Welle gelöst. Gleiche Vorgehensweise wie beim Pulley. Die beiden Zahnräder müßen immer zusammen mit der Kette abgenommen werden. Da ich aber faul bin, zieh ich nachher das Rad von der Welle, wenn ich das Getriebe abnehme. So brauch ich die linke Seite nicht zu lösen. Desweiteren habe ich schon mal eine Ölleitung demontiert. Achtet drauf, daß sich immer noch Restöl im Motor befindet und beim Abschrauben ein Schwall Öl rauskommt. Also Lappen und Gefäss bereit halten.
Schwups und schon ist die zweite Ölleitung ab.
Da das Getrieb gerade abgezogen werden muß ( wegen der Zahnradwelle ) hat man keinen Platz zum hin und her schieben. Deswegen muß der Öleinfüllstutzen ab. Der Stutzen ist nur mit einer Schraube fest und am unterem Ende ist ein Zapfen mit einem O - Ring.
Das Kabel am Stutzen, ist das Kabel vom Minuspol. Den Stutzen sollte man nach der Demontage des Getriebes wieder einsetzen, damit kein Dreck in den Tank kommt.
Jetzt mußten nur noch die 4 Verbindungsschrauben zwischen Zwischengetriebe und Motor rausgeschraubt werden und das Getriebe ist lose. Zwischen Zwischengetriebe und Motor ist ebenfalls ein O - Ring. Das Getriebe ist sehr leicht und kann in einer Hand transportiert werden. Vorsichtshalber hatte ich auch die Abdeckung des Sensors ( Gangkontrolle / Neutralgeber ) demontiert.
So, das Getriebe ist raus. Verschließt bitte die Anschlüße für die Ölleitungen, damit nichs rein und nichts raus kommt.

Motordemontage!

So, der Motor muß raus! Erst einmal hab ich das AIS System repariert. Durch die Wucht des Aufpralls, wurde die gesamte Technik plattgedrückt und verschoben. Außerdem war die gesamte Aufnahme des Motors und der Hupe gestaucht. Haben wir aber alles wieder hin bekommen. Desweiteren mußte der Seitenständer demontiert werden. Ich habe die Schraube gelöst und die Hebelkraft des Ständers für die Demontage der Feder genutzt. Ging prima! Außerdem habe ich den Schalter für den Seitenständer entfernt und das Kabel gezogen. Alle anderen Kabel wurden schön säuberlich aufgewickelt, damit sie bei der Demontage des Motors nicht gequetsch werden.
Alle Öffnungen wurden verschlossen, weil wir den Motor gleich auf die Seite legen werden. Der Motor ist an 5 Aufhängungen befestigt. Die obere in der Mitte, wurde schon mit der Benzinpumpe und deren Halter demontiert. Die beiden unteren unter dem Motor entfernte ich jetzt. Die beiden links und rechts vom Motor werden erst zum Schluß gelöst.
Den Rahmen mit Motor kann man mit 2 Personen tragen. Bevor man den Motor auf die Seite legt, sollte man vorher Polstermaterial auslegen, damit der Motor nicht zerkratzt oder beschädigt wird. Nun kann man die letzten deinen Motorhalterungen abschrauben.
Soweit sind wir noch lange nicht. Um den Rahmen über den Motor zu ziehen, muß man den Benzinfilterflansch abschrauben, damit man genug Platz hat. Ich weiß nicht, ob man das auch bei einem intakten Rahmen machen muß, bei unserem, wo der Motor durch den Bums am Rahmen anlag ging es nicht anders.
Der Benzinfilterflansch ist mit 4 Schrauben fest.
Das ist der Benzinfilterflansch. Auch hier sind 2 O - Ringe eingesetzt.
So, Flansch wieder ran, Motor hingestellt und fertig.
Wenn man so mal schaut, ist da nicht viel dran, an so einer Dicken.
Hmm, sieht so aus wie ein Tombulastand.
Wat nen Anblick!
Nun, das war die Zerlegung. Gesamtzeit 8 Stunden. Der Aufbau dauert wesendlich länger, weil Strolchi den Aufbau, Schritt für Schritt begleiten möchte. Ist verständlich! So kann man viel lernen und man versteht später die Abläufe besser.
Mein Dank geht an Manni! Immer wenn ich eine helfende Hand brauchte, war er in kürzester Zeit da und hat mit angepackt. Super, so ein Schwerlastsani!
Lenkkopf 8 mm verzogen.
Auch von der Seite. Der Kopf ist gestaucht.
So, nun alles schön verpackt, damit die Teile nicht vollstauben. Wer weiß, wann wir weiter machen können.

Recycling

Ach ja, da war doch noch was! Da die Gabelbrücke, die oberen Standrohre, die Federn und die Hülsen Schrott sind, versuchen wir wenigstens die unteren Gabelrohre zu retten. Sie haben zwar starke Kratzer, sind aber noch dicht und gerade. Ein Versuch ist es wert.
Weiter gehts demnächst mit der Wiedergeburt!!
Die wollten wir haben. Sie werden wieder aufpoliert.
Rechts die alte Gabelbrücke, links die Neue.
So, die Felge muß für das Einspeichen vorbereitet werden. Den Felgenring, den Reifen, den Schlauch kann man vergessen!
Die Bremsscheibencover und die Bremsscheiben sind runter. Selbst auf dieser Seite hat der Reifen Quetschspuren des Autohecks. Auch die Simmerringe müßen gewechselt werden. Wurden doch stärker belastet als gedacht.
Hier fangen wir jetzt an, die Nabe auszuspeichen. Auch das spart Kohle. Für die Demontage des Rades werden beim Einspeicher 9,00 Euro berechnet und für das Ausspeichen 12 Euro.
So, die Nabe ist raus!
Ein Vorderrad in Teilen.
Strolchi will Weisswandreifen haben. Weisswandreifen ( Metzeler Marathon ME 880 ), Schläuche und Speichenschutzgummi´s kosten komplett für beide Räder 250 Euro. Premio Reifendienst Kiel / Hamburger Chaussee / neben der Shelltankstelle.
 
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