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Der Winter ist perfekt um sein Moped mal richtig durchzuchecken. Viele Sachen sollten ordentlich überprüft werden, damit man im Frühjahr unbesorgt in die Saison starten kann. Das meiste kann jeder von Euch selbst machen und ist ohne viel Aufwand möglich!

Stellt Eure Dicke auf einen Motorradheber! Achtet darauf, daß sie sicher und auf geradem Untergrund steht. Das überprüft Ihr, in dem Ihr sie vorne am Vorderrad leicht anhebt. Geht das leicht, steht sie zu weit nach hinten und muß neu aufgebockt werden. Kippelt der Heber, müßen die Justierschrauben rausgedreht werden. Beabsichtigt Ihr Teile zu entfernen, achtet darauf, daß die andere Seite abgestützt wird. Dazu bieten sich Holzbohlen an, die man unter das Rad legt.

Vorderrad und Gabel!

Fasst das Vorderrad an und zieht es mehrmals leicht nach oben. Dabei sollte weder im Lenkkopf noch im Vorderrad selbst ein Spiel zu spüren sein. Stellt Ihr ein Spiel im Vorderrad fest, dreht das Rad. Schleifende Geräusche von den Bremsscheiben sind normal, solange sie gleichmäßig sind. Stellt Ihr fest, daß das Rad nicht sauber dreht und ruckelt, sind Eure Radlager defekt und müßen ausgewechselt werden. Wenn die Lager gewechselt werden, muß auch die Achswelle überprüft werden, ob sie eingelaufen ist. Das heißt: Überprüft, ob Ihr Materialverlust habt, dort wo die Lager sitzen. Ist der Durchmesser reduziert, muß auch die Achse gewechselt werden. Sie kostet bei Yamaha, 95 Euro.

Habt Ihr ein Spiel im Lenkkopf festgestellt, bewegt den Lenker mehrmals von links nach rechts. Habt Ihr das Gefühl, die Gabel will in der Geradeausstellung einrasten, so müßen die Lenkkopflager ausgewechselt werden. Habt Ihr das Gefühl nicht, reicht es, wenn Ihr das Lenkkopflager nachzieht. Dazu muß die obere Gabelbrücke entfernt werden und die Konterschraube nachgestellt werden. Zieht sie nach und bewegt den Lenker wieder von links nach rechts. Das muß fast von alleine gehen! Jetzt fasst Ihr nochmal das Vorderrad an und bewegt es mehrfach auf und an. Ist das Spiel weg, könnt Ihr die obere Gabelbrücke wieder aufbauen.

Habt Ihr beim Drehen des Vorderrades ein Eiern festgestellt, so muß das Rad neu zentriert und gewuchtet werden ( Kommt vor, wenn Ihr einen Kantstein hochgebügelt seit oder einen Auffahrunfall hattet. ( Das müßt Ihr aber schon während der Fahrt gespürt haben, durch eine Vibration im Lenker ) Das macht ein Einspeicher! Habt Ihr beim Drehen, ein ungleichmäßiges Schleifen der Bremsscheiben festgestellt, so kann es sein, daß verbogene Bremsscheiben aus einem Unfallmotorrad montiert wurden. Dann sind sie auszutauschen, da sie ein erhebliches Sicherheitproblem darstellenn und die Bremsleistung um bis zu 40 % reduzieren ( Auch dieses müßt Ihr während der Fahrt festgestellt haben, da die Dicke beim Bremsen geruckelt hat ). Ansonsten überprüft die Belege auf Abnutzung. In den Bremsbelegen ist eine Nut eingearbeitet. Sind die Belege bis zu dieser runtergefahren, müßen sie gewechselt werden.

Jetzt überprüft die Bremssattel auf Ölaustritt - Ist da Öl, sind die Bremskolben oder die Ölleitung undicht. Ist da Öl, müßen die Sattel ausgetauscht oder repariert werden. Dies sollte ein Fachmann machen. Ist es die Ölleitung, versucht die Ölleitung ein klein wenig nachzuziehen. Dies gilt auch für den Bremsverteiler unter der unteren Gabelbrücke und für die Leitung vom Bremsflüssigkeitsbehälter. Ist der Deckel vom Bremsflüßigkeitsbehälter undicht, nachziehen. Kommt Öl beim Bremshebel raus, müßen die Dichtungen des Bremskolbens, der Handbremsölpumpe gewechselt werden. Auch das sollte ein Fachmann machen.

Jetzt überprüft die Standrohre auf Ölaustritt. Kommt Öl bei der Vorderradachse raus, so sind die Ölablassschrauben des Gabelöls undicht. Die Kupferringe müßen ausgewechselt werden. Auch hier könnt Ihr es erstmal mit nachziehen ausprobieren. Kommt Öl unter den Covern ( Gabelhülsen ) raus, habt Ihr ein größeres Problem. Das bedeutet, daß die Simmerringe und die Staubschutzringe undicht sind. Überprüft, ob die Gabel weiter eingetaucht ist, als normal und ob die Federkraft noch da ist. Um die Federkraft zu überprüfen, müßt Ihr sie wieder vom Bock nehmen. Taucht die Gabel leichter ein als normal und federt nicht mehr ausreichend zurück, so müßen die Gabelrohre zerlegt werden. Dann ist der Grund für den Ölaustritt ein Federbruch. ( Auch das müßt Ihr während der Fahrt gemerkt haben. Wenn sie beim Bremsen durchgeschlagen ist, ungleichmäßig eintauchte und in der Links - oder Rechtskurve zusammensackte und Ihr Probleme hattet sie nach der Kurve wieder aufzurichten ) Auf jeden Fall, stimmt die Öl Menge nicht mehr und muß nachgefüllt werden.

Jetzt überprüft Lenker und Gabelbrücke auf Risse. Dazu langt eine Sichtprüfung! Danach, ob der Kabelbaum am Lenkkopf durchgescheuert und ob die Kontakte in der Lampe oxidiert sind. Ist der Kabelbaum soweit durchgescheuert, daß man die Litzen sieht, erklärt das die mysteriösen Ereignisse der letzten Zeit. Z.B. Das die Batterie ständig leer war, während der Fahrt der Blinker an ging ohne den Schalter zu betätigen, sie ohne Grund aus ging usw. Dies sollte ein Elektriker überprüfen. Ist der Baum nur angescheuert, so braucht Ihr nur neues Isolierband rumwickeln. Sind die Stecker und Kontakte in der Lampe oxidiert, so gibt es im Elektrofachhandel oder bei Conrad ein Kontaktspray. Dieses reinigt die Kontakte und schützt vor neuer Korossion und vor Wasser. Haben die Stecker in der Lampe mehr als 0,5 mm Spiel so können die Pins in den Steckern wegbrennen. Wechselt die Stecker aus oder wickelt ein starkes Gummiband ( Selbstschweißendes Isolierband ) drum, so daß die Stecker stramm drin sitzen. Bei dieser Gelegenheit könnt Ihr alle Glühbirnen überprüfen!

Nehmt leckende Tanks und durchgescheuerte Kabel nicht auf die leichte Schulter! Solche Mängel müßen umgehend repariert werden. Sonst könnte Eure Wilde mal so aussehen, trotz Sturzbügel, Weißwandreifen, Sissybar und Packtaschen.

Jetzt überprüft den Reifen. An Hand der DOT Nummer könnt Ihr feststellen, wie alt Euer Reifen ist. Ist er älter als 3 Jahre, so ist er auszutauschen. Haben sich Microrisse auf der Wulst unterhalb der Lauffläche gebildet ist er auszutauschen. Ein Tipp, Metzeler hat Probleme damit. Vielleicht wechselt Euer Reifenhändler sie kostenlos aus. Überprüft die Profiltiefe. Ist die zu gering, auswechseln!

Jetzt kontrolliert nochmal alle Schrauben auf festem Sitz. Bremssattelhalter, Fender, Riser etc. und schon sind wir vorne fertig.

Schwinge / Hinterrad / Heckfender

Die Hinterrad - und Schwingenlager, sowie die Hinterradachse überprüft Ihr auf die selbe Art, wie bei dem Vorderrad. Auch beim Bremssattel und Hinterrad könnt Ihr gleich vorgehen. Den Antriebsriemen überprüft Ihr auf Risse und Steinchen, die sich in die Zähne gedrückt haben. Steinchen könnt Ihr rauspuhlen. Bei Rissen wechselt den Riemen aus, da er sonst reißen könnte. Ist er in Ordnung pudert Ihn mit Talkum ein und überprüft die Riemenspannung und den mittigen Lauf. Den Heckfender kontrolliert Ihr im Lampenbereich auf Risse. Da kann man eine Stabilisationsplatte einschweißen, damit er nicht weiter reißt. Auch das Untergestell des Fenders und die Schwinge müßen auf Rost, Schmutz und Risse kontrolliert werden. Bei Rost, abschleifen und neu lackieren lassen. Kontrolliert auch den Auspuffhalter auf Risse und den Auspuff auf Durchrostung. Kontrolliert auch das Pulley, ob es noch fest verschraubt ist.

Eingelaufene PulleywellePulley ohne VerzahnungAusgeschlagendes Radlager hinten

Tank

Den Tank baut Ihr ab und schaut ihn Euch genau an. Zuerst die Halter auf Risse, dann das Ventil des Überlaufes. Um zu überprüfen, ob das Ventil frei ist, blast einfach rein. Es sollte durchläßig sein. Jetzt schaut Euch die Mulde vom Dash an, ob sich dort Rost am Wasserablauf gebildet hat. Schaut auch von der Unterseite. Achtet darauf, daß Ihr Euch nicht Benzin über die Klamotten kippt. Sollte da Rost sein, muß er unbedingt sorgfältig entfernt werden. Rostet der Tank am Wasserablauf durch, habt Ihr schlechte Karten. Das Benzin würde während der Fahrt auf den heißen Motor tropfen. Achtet auch darauf, daß der Benzinhahn richtig abdichtet. Reparatursätze für den Benzinhahn gibt es bei Ebay für um die 18,00 Euro.

Motor / Vergaser

Den Motor schaut Ihr Euch von allen Seiten an. Vor allen Dingen von unten! Achtet auf Risse im Motorgehäuse, undichte Motordichtungen und Ablassschrauben. Falls Ihr klackernde Geräusche, während der Fahrt vernommen hattet, ist es ratsam das Ventilspiel zu überprüfen. Die Zündkerzen rausdrehen und überprüfen. Sind die Kontakte beschädigt, austauschen. Achtet auf die Farbe! Sind sie rehbraun, habt Ihr eine gute Verbrennung. Sind sie schwarz und ölig, muß der Vergaser neu eingestellt werden. Wenn Ihr Erfahrungen mit dem Zerlegen des Vergasers habt, reinigt die Düsen. Überprüft den Luftfilter auf Verschmutzung. Bei leichter Verschmutzung könnt Ihr ihn reinigen, bei starker austauschen.

Rahmen

Ganz wichtig ist auch noch, den Rahmen zu untersuchen. Vor alledem von unten! Achtet besonders auf  Risse und angebrochene Laschen, der Stoßdämpferaufnahme und der Motorhalter.

Gebrochene Stoßdämpferhalterung

Allgemein

Wenn Ihr jetzt noch alle beweglichen Teile, wie Schaltwippe, Gelenke, Pedale, Hebel, Gasgriff auf Spiel überprüft und einölt, seit Ihr fast fertig. Es bleibt nur noch die Batterie auszubauen und über Winter an ein Erhaltungssystem anzuschließen. Wir hoffen, wir konnten Euch ein paar nützliche Tipps geben, wie Ihr den Winter verkürzen könnt. Gruß W-SH

 
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