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Normal hat die Wildstar ja eine 3,5 x 16 " Felge mit einem 150 / 80 / 16 Reifen hinten drin. Dies langt einigen nicht und so wird umgebaut. Die einen bauen auf Breitreifen um, und anderen langt es, wenn der Reifen nur ein bisschen breiter ist.  Holger wollte einen 170 er Reifen auf einer VA Felge mit VA Speichen haben. Ist nichts gegen einzuwenden, nur hat er einen entscheidenen Fehler gemacht, er hat eine 15 " Felge bestellt und aufziehen lassen. 15" Felgen haben eigentlich nur die Intruder, da hätte Ulli von WalMoTec schon stutzig werden müßen, aber er dachte, daß Holger weiß was er will. Nun, das Rad sieht gut aus, passt aber nicht in die Schwinge der Wildstar und der Bremssattel geht nicht mehr rauf. Warum nicht?

Würde man den Reifen ( 170 / 80 / 16 ) auf eine 3,5 x 16 " Felge aufziehen, würde er ohne Probleme passen und auch der Bremssattel geht ohne Probleme drauf. Selbst bei einer Felge 4 x 16 " würde alles passen, 18" währ auch nicht das Problem, aber bei 15 " sieht die Sache ganz anders aus. Der Unterschied zwischen 15 und 16 Zoll Felge, sind ca. 2,5 cm im Durchmesser. Der Felgenring ist kleiner und so ist auch der Abstand zwischen Felgenring und Bremsscheibe geringer, sodaß der Bremssattel nicht mehr drauf geht. Erschwerend kommt noch hinzu, daß die Breite von 3,5 " auf  5,5 " verbreitert wurde. Das sind ca. 5 cm, sodaß die Kante vom Felgenring fast mit der Flucht der Bremsscheibe abschließt.

Die Breite ist ein sehr entscheidenes Problem. Die Breite der Lauffläche ist 170 mm. Bei der 3,5 " Felge währ auch die Wulstbreite ( da, wo die Schrift auf dem Reifen ist ) 170 mm. Metzeler empfiehlt für den Reifen eine 4 " Felge, da würde die Wulstbreite 187 mm betragen. Fahren kann man den Reifen auf 3,5 " bis 5,5 " Felgen, wo man auch von Metzeler die TÜV Freigabe bekommt. Wir haben zwar die TÜV Freigabe, aber bei der 5,5 " Felge ist die Wulstbreite, sage und schreibe 194 mm breit. Also fast so breit, wie ein 200 er Reifen.

Ist klar, daß er ohne Probleme nicht rein geht. Die Wulst ist genau da, wo der Bremsanker befestigt ist. Das heißt, der Bremsanker und der Halter an der Schwinge drücken gegen der Reifen, sodaß er sich nicht einen Millimeter dreht. Was nun? Die Lasche und den Bremsanker so ändern, wie es normal üblich ist, wenn man einen Breitreifen verbaut? Das wollte Holger nicht. Also mußte eine andere Lösung her!

Erst einmal hab ich mich mit WalMoTec in Verbindung gesetzt und nachgefragt, ob wir etwas machen können. Ulli meinte, daß er den Felgenring so einspeichen kann, daß er weiter zur Antriebsseite versetzt ist. Er meint, daß 5 mm drin sind. Das hörte sich gut an und so hab ich mich Vorgestern auf den Weg zu Ulli gemacht.

Ulli hat den Reifen eingespannt  und vermessen. www.walmotec.de
Anschließend hat er die Einspeichung so verändert, daß der Felgenring, Richtung Antrieb gewandert ist. Vorher war der Reifen mittig eingespeicht.
Leider hatten wir die 5mm nicht hinbekommen. 3 mm war alles, was Ulli vertreten konnte. Da die Sicherheit immer vor geht, war das auch in Ordnung. Zwischen Riemen und Reifen haben wir jetzt 8mm Spiel, aber die Seite war auch nie das Problem.

Also war ich wieder dran! Heute hatte ich mir extra viel Zeit mitgenommen und mich ans Werk gemacht. Der Versatz hat einiges gebracht, langte aber immer noch nicht. Als erstes habe ich verschiedene Distanzringe gedreht, die ich zwischen Radnabenhülse und Bremsanker gesetz hatte, um zu sehen, wie weit der Bremsanker rüber muß. 2,2 mm langten aus, damit das Rad frei kam. Für eine TÜV Abnahme allerdings viel zu wenig. Also mußte der Bremsanker und die Rahmenbefestigung bearbeitet werden.

Als erstes  mußte die Nase unten, die unter die Befestigungslasche geklemmt wird entfernt werden.
Als nächstes wurde der Steg, links neben dem Langloch von 8 mm auf 4mm Dicke runtergeschliffen. Die Befestigungslasche darunter ebenfalls! Die Unterlegscheibe der Befestigungsschraube wurde gegen eine kleinere ausgetauscht. Da ich ja eine Distanzscheibe zwischen Radnabenhülse und Bremsanker montiert hatte, mußte ich logischerweise 2 weiter Distanzscheiben für den Bremssattel anfertigen, damit der Bremssattel wieder mittig auf der Bremscheibe sitzt und nicht verkantet.
Zwischen Reifen und Bremsanker haben wir jetzt 3 - 4 mm Spiel. Das langt für eine TÜV Abnahme, da 2 mm erforderlich sind. Jetzt konnte ich das Rad komplett mit Bremsscheibe montieren und ausrichten.    
Im eingebautem Zustand, hab ich die Bremsscheibe gelöst, sodaß ich den Bremssattel auf die abgewinkelte Scheibe setzen und beides zusammen anschrauben konnte. Zwischen Felgenring und Entlüftungsschraube des Bremssattels sind 5 mm Luft. Das langt mir zum Entlüften der Bremsanlage, nur beim Bremsbackenwechsel muß die komplette Scheibe demontiert werden.
Der untere Riemenschutz mußte wegen der Reifenwulst ebenfalls geändert und abgeschliffen werden. Der Spritzschutz wurde auf der linken Seite auf der ganzen Länge um 2,5 cm gekürzt.

Als wir den Heckfender aufgesetzt hatten, dachten wir eigentlich, daß wir fertig währen. Aber Pustekuchen. Nachdem Christian und ich den Vollbelastungstest ( ca. 250 Kg ) durchführten, merkten wir, daß das Rad saugend schmatzend passte und das das Rad nicht mehr frei kam.  Völlig uncool, bei jeder Bodenwelle, also mußte der Fender geändert werden.

Als erstes vermaßen wir das Innenmaß des Traggestells des Fenders. Das Innenmaß betrug 184 mm, also kein Wunder das das Rad klemmte, da er ja 194 mm Wulstbreite hat. Wir beschlossen den Fender mit einem Wagenheber zu dehnen. Die Methode ist zwar unkonventionell, aber gut dosierbar.
Ein paar Tipps! Baut den Soziussitz ab und löst die Schrauben von den Struts bzw. Kofferträgern. Wenn Ihr jetzt den Fender spreizt, achtet darauf, daß Ihr bei den Stürzträgern drückt. Und bitte nur bei den beiden hinteren bzw. schmalen. Den vorderen breiten, braucht Ihr nicht dehnen. Dehnt die Stützen immer abwechselnd und meßt nach, daß Ihr gleichmäßig drückt.
Achtet auch auf das Blech, daß es nicht verbeuelt oder knickt. immer schön langsam, Stück für Stück drücken.
Wenn Ihr die gewünschte Breite ( 197 - 200 mm ) erreicht habt, ist es gut. Meßt noch mal nach, ob es gleichmäßig ist.
Jetzt könnt Ihr den Fender testweise aufsetzen. Ist es OK, könnt Ihr ihn montieren.
Als letztes kontrolliert nochmal den Freilauf. Legt einen flachen geraden Gegenstand auf die Innenseite des Fenderträgers und schaut nach, ob Luft zwischen Maßband und Reifen ist. 3 - 4 mm sollten es schon auf beiden Seiten sein, damit der Freilauf gewährleistet ist. Achtet auch darauf, das die Schrauben der Struts nicht überstehen, weil sie sonst den Reifen aufschlitzen könnten. Nun steht Euch der volle Federweg wieder zur Verfügung.

Denkt auch bitte dran, daß wenn Ihr eine Sissybar verwendet, diese auch gedehnt werden muß!

Fazit: Mit kleinen Änderungen laßt sich fast alles einbauen! Gruß W-SH

 
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