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Joachim hat wirklich große Pionierarbeit geleistet und uns erlaubt den Bericht in vollem Umfang auf unserer Seite zu veröffentlichen. Dafür bedanken wir uns nochmal recht herzlich. Infos hierzu: joachim@wildstarfan.de oder unter http://www.wildstarfan.de

Hier findet Ihr eine Anleitung, wie man den Stator einer Lichtmaschine neu wickelt. Die Lichtmaschine stammt von einer Yamaha 1100 Virago, dürfte aber im Prinzip mit der Wildstar Lichtmaschine identisch sein. Der Stator ( ST ) wurde von Joachim selbst neu gewickelt.

Zuerst wird der ST in einen Schraubstock eingespannt.
Dann wird die erste Wicklung abgewickelt. Anzahl der Wicklungen und die Richtung der Wicklung vermerken.
In einer Skizze eingetragen. Der Stator besteht aus drei Drähten, die jeweils links herum um den 3ten Anker gewickelt sind. Draht 1 z.B. um Anker 1, 4, 7, 10, 13, 16. Draht 2 um Anker 2, 5, 8, 11, 14, 17. Draht 3 um Anker 3, 6, 9, 12, 15, 18.
Wenn die Wicklungen klar stehen, kann mit dem abwickeln begonnen werden. Nach dem abwickeln besorgt man sich bei einem Betrieb für Elektromotoren den speziellen Draht. Muster mitnehmen und Länge abschätzen.
Die Drähte sitzen ziemlich fest.
Der Klarlack hält bombenfest.
Und ergibt eine ganz schöne Sauerei. 
Der Stator komplett abgewickelt und gereinigt. ( Klarlack entfernt )
Die scharfen Kanten mit einem Dremel abrunden.
Als Ersatz für den Klarlack habe ich hitzefesten Zweikompo - nenten Bremssattel - lack von Folia Tec genommen.
Dieser wird jetzt auf die Innenseiten aufgetragen um gegen durchschlagen zu schützen.
So sieht das dann aus.
Dann kann mit der ersten Wicklung begonnen werden. Dazu den Stator in die Hand nehmen ! Das Ende des ersten Drahtes sichern. Dann links herum mit 25 Wicklungen um den Anker 1 wickeln.
Der Draht muß beim Wickeln stark angespannt werden, damit er auf die Anker paßt.
Die Drähte werden immer auf der selben Seite weitergeführt. Nach dem Anker 1 kommt Anker 4 dran. 
Die Anker werden mit Nummern versehen, das erleichtert das Wickeln. Die einzelnen Wicklungen habe ich mit Tesaband gesichert, damit sie sich nicht wieder lockern können.
Die Drahtrolle  von der gewickelt wird, wird an einer Stelle mit einem Kabelbinder umwickelt und muß immer liegen bleiben, damit er sich nicht verdreht! Der Kabelbinder wir dann immer wieder nachgeschoben, damit man ein Stück Draht zum wickeln hat. Das ist Wichtig, da sich sonst der Vorrat total verdreht.
Am Pflaster erkennt man, wie schwer es geht, den Draht unter Zug zu wickeln. Um so einen Stator von Hand zu wickeln darf man keine zwei linken Hände haben, sonst hat man schon verloren.
Zwei Drähte sind fertig. Deutlich sind die letzten 3 freien Anker für den 3. Draht zu sehen.
Fertig gewickelt. Jetzt werden die einen 3 Enden ( 1, 2, 3 ) der 3 Drähte miteinander verbunden. Die anderen 3 Enden werden zum Regler geführt.
Nochmals auf Durchgang und Kurzschluß kontrollieren.
Die Drähte sind angeschlossen und mit Hitzefestem Schlauch gesichert.
Jetzt wird die ganze Wicklung zum Schutz vor Hitze und Öl mit dem Bremssattellack angestrichen. Dazu habe ich drei Schrauben als Abstandshalter eingesetzt.
Beide Seiten einstreichen. Nur soviel Lack anrühren wie benötigt wird, er härtet aus und der Rest kann dann nicht mehr verwendet werden.
Wenn der Lack ausgehärtet ist, die außenliegenden Flächen mit dem Dremel sauber abschleifen. Hier dreht sich später der Rotor drüber.

Das Wickeln eines Stators wie hier beschrieben erfordert einiges an Können und Geduld. Ich empfehle jedem sich wenn möglich einen fertig gewickelten Rotor bei Ebay oder wo anders zu besorgen. Der Aufwand lohnt sich wirklich nur bei Statoren, die nicht mehr zu bekommen sind. Für mich war es einfach eine Herausforderung, die geklappt hat. Das Bike läuft heute noch einwandfrei mit dem reparierten Stator. Gruß Euer Joachim.

 
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