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Uns hat interessiert, wie groß der Verschleiß bei einer Kupplung nach 70.000 Km ist. Ralph´s Kupplung fing schon reichlich an zu rutschen und mußte erneuert werden. Er besorgte für um die 300 Euro einen nagelneuen Kupplungssatz von Yamaha, den wir auch gleich digital vermessen hatten. Nach dem wir die Werte und uns im Werkstattbuch die Toleranzen rausgeschrieben hatten, gingen wir ans Werk. Wir waren alle gespannt!

Heike und Ralph hatten feine Sachen zum Grillen mitgebracht. Schließlich war Vatertag und von dem wollten wir auch noch was haben.
Wie Ihr seht, war herrliches Wetter zum Grillen. Keine Ahnung wo Jörn unterwegs war. Bei uns jedenfalls, schien die Sonne.
Alles vorbereitet!
Am Vatertag sind natürlich die Frauen für das Grillen zuständig.
Brandwache !
Das war so warm, daß ich mich ausziehen mußte.
Weitere Bilder findet Ihr unter www. Oh mein Gott . de und www. Man ist der Dick man  .de
Heike und Petra genossen die Sonne, waren aber ansonsten nicht begeistert von Ihren Aufgaben.
Als erstes haben wir das Öl abgelassen. Dies erwies sich schon mal als besonders schwierig, weil die Ablassschraube  total abgegnappelt war. Bis jetzt haben nur zwei Leute bei dieser Maschine das Öl abgelassen. Einmal ich vor knapp drei Jahren und das Werkstattteam von Yamaha bei der Rückrufaktion. Und ich hab sie nicht vergnappelt. Frechheit, sowas drin zu lassen. Haben natürlich gleich ne Neue eingebaut.
Ein weiteres Problem war das heiße Öl, welches mir über die Hände floß. So ein Schweinkram haben wir noch nie gemacht. Das fing ja gut an! Konnte nur besser werden!
Geschafft!
Läuft es auch in die Auffangschale?
Was denkt Ralph gerade? Und das wollen Profi´s sein! Stellen sich an, als wenn sie das zum ersten mal machen!
Voll abgespratzt!!!!!
Nach dem chaotischem Start mußte erstmal ne Wurst und nen Bier her.
Ralph bereitete die nächsten Schritte vor.
Als nächstes mußte der Kupplungszug ausgeharkt werden.
Auch das war nicht einfach, weil die Schrauben der Einstellung korridiert waren und sich nur mit Mühe lösen ließen.
Aber Ralph arbeitete dran, während Christian mit dem Kaffee kämpfte.
Als nächstes wurde das Gestänge der Schaltung demontiert.
Dann wurde das Trittbrett mit Gestänge demontiert und die Dicke aufgebockt.
Und den Seitendeckel links abbauen, damit man an die Kabel heran kommt.
Nun entfernten wir das vorde Cover.
Als nächstes werden die Schrauben vom großen Seitendeckel gelöst.
Wenn das Öl raus ist, könnt Ihr jetzt den Deckel vorsichtig gerade abziehen. Der Deckel hängt nur noch auf der Schaltwelle, an der Dichtung und im Kupplungs -übertragungsstift, auch Zugstange genannt. Denkt bitte dran, daß auf der Innenseite des Deckels die Impulsgeberspule  sitzt und das da ein Kabel dran ist. Also den Deckel gerade abziehen und dann zur Seite wegklappen.
Da ist das Schmuckstück!
Stück für Stück!!
Vorsichtig!!!
Scheiße, die Dichtung ist gerissen. Sie war zu fest. Solltet Ihr sie heil raus bekommen, spart Ihr 50 Euro, weil man sie dann mit Hylomar wieder einsetzen kann. So kann man sie aber wegschmeißen, oder als Muster verwenden und sich selbst eine anfertigen. Früher hat man das immer gemacht.
Da ist sie! Links die Kurbelwelle mit dem Primärantriebs - rad und dem Impulsgeberrotor. Rechts die komplette Kupplung.
Hier seht Ihr die berüchtigte Zugstange, die von hinten in dem Deckel sitzt!
Die Reibscheiben sind markiert. Achtet auf die Nuten und das die Neuen genau so wieder rein kommen. Wir haben ein Stück Isolierband dran geklebt.
Hier seht ihr die Markierungen! Auf der Innenseite des Käfigs sind 2 runde Bohrungen, damit man weiß wo die Markierungen hin gehören.
Hier seht Ihr die Innenseite des Motordeckels. Links ist die Bohrung für die Zugstange, welche den Zug am Kupplungshebel auf die Tellerfeder überträgt. Rechts am Rand seht Ihr den Impulsgeber, der Signale an die CDI und an das Dash weiter gibt.
Das Kabel für den Impulsgeber ist am Rand verlegt.
Die Befestigung der Kabelführung ist jetzt unten zu sehen..Die drei Kreuzschlitz - schrauben halten eine Schiene, wo das Kabel hinter verlegt ist.
Hier seht Ihr in der Mitte die Zugstange mit der Verzahnung, die in die Zughebelwelle eingreift. Außen rum seht Ihr die sechs Schrauben, mit denen die Tellerfeder aufgeschraubt wurde.
Hier seht Ihr nochmal die Deckeldichtung, die so schweine - teuer ist. Ach übrigens, die 80 er läuft auch wieder! Im Vordergrund seht Ihr die CDI und die Zündspule. Beide waren durchgebrandt. Auch wenn die MBX 80 schon über 20 Jahre alt ist, kostet so eine CDI bei Ebay immer noch 50 Euro und ist schwer zu bekommen.
Kommen wir zur Demontage! Als erstes werden die sechs Schrauben, der Druckplatte und Tellerfeder gelöst.
Jihaa hat aus Schulungsgründen seine Kupplung selbst gewechselt.Wir waren nur die Klugscheisser, die immer dazwischen gesappelt haben. Mach das, mach dies, so nicht, pass auf! Ich glaube, wir sind Ihm ganz schön auf dem Sack gegangen! Und das er nervös war, ist ganz normal. Trotzdem überwiegt am Ende der Stolz, es alleine geschafft zu haben und er weiß jetzt, daß das keine Arbeit für Amateure ist, weil auf viele Kleinigkeiten zu achten ist, an die er nie gedacht hätte.
So, die Drockplatte und die Tellerfeder sind abgenommen worden.
Das ist die Druckplatte mit der Zugstange in der Mitte. Außen ist der Stahlsitz der Druckfeder. Die Druckplatte wird jetzt auf Risse und Beschädigungen untersucht.Für Japaner typisch, wurden die Lager so eingesetzt, daß man die Bezeichnung des Lagers nicht lesen kann. Auch die Verzahnung der Zugstange schauen wir uns ganz genau an. Zur Überprüfung des Flankenspiels, kann man die Zugstange nochmal in die Bohrung stecken und leicht hin und her wackeln. Sollte ein deutlich spürbares Spiel bestehen, muß sie und die Zughebelwelle ausgetauscht werden.
Das ist die Rückseite der Druckplatte. Die Zahnstange kann man einfach herausschlagen. Achtet dabei bitte drauf, daß die Druckplatte nicht platzt, da sie aus Spritzguss -aluminium ist.
Hier seht Ihr nochmal den Stahlring, der als Siz für die Tellerfeder dient. Er wird nur hinter die Kante der Druckplatte gesetzt. Er dient dazu, daß die Tellerfeder die Druckplatte nicht sprengt. Noch ein Tipp! Solltet Ihr bei Ebay eine Tellerfeder erwerben und diese soll angeblich neu sein, könnt Ihr das ganz leicht überprüfen. Wenn die Tellerfeder arbeitet, druckt der Stahlsitz von hinten eine kreisrunde Nut in die Feder, die kann man auch nicht wieder weg machen. Neue Tellerfedern haben keinen Abdruck auf der Rückseite!
Hier seht Ihr eine Markierung auf der Druckplatte. Die muß beim Zusammenbau wieder zu der Markierung auf der Kupplungsnabe passen.
Dies ist die Markierung auf der Kupplungsnabe! Außen seht Ihr eine Reibscheibe. Die Reibscheibe sitz in der Verzahnung der Kupplungsnabe.
Das ist ein Satz Kupplungsscheiben. Die könnt Ihr jetzt herausnehmen. Wenn Ihr bei Yamaha einen Kupplungssatz bestellt, bekommt Ihr eine Tellerfeder, 8 Reibscheiben, 7 Stahlscheiben und eine Deckeldichtung für 300 Euro.
Das Erstaunliche ist, daß die Scheiben keinerlei Verschleiß aufwarten. Die Reibscheiben haben  immer noch 3,00 mm und die Stahlscheiben 2,25 mm. Wenn man bedenkt, daß Yamaha das Auswechseln der Reibscheiben bei unterschreiten der Verschleißgrenze von 2,8 mm empfiehlt, sind sie nach 70.000 Km immer noch neuwertig.
Der einzige Unterschied zu den Neuen, ist der Abrieb in den Quernuten, den man auswaschen kann.
Ratlose Gesichter! Also gibt es nur drei Gründe, warum die Kupplung gerutscht haben könnte. 1. Grund: Der Abrieb in den Quernuten. 2. Grund: Falsches Öl. 3. Grund: Materialermüdung der Tellerfeder. Das Öl konnten wir ausschließen. Weil das Öl erst ein paar hundert Kilometer drin war, haben wir es gefiltert und wiederverwendet. Mit den neuen Scheiben rutscht nichts mehr, trotz altem Öl!
Ach übrigens! Über der Kupplung liegt die Schaltwelle. Da müßt Ihr ran, wenn sie abgebrochen ist oder wenn Ihr nur noch hoch- oder runterschalten könnt. Die Schaltwelle hat mehrere Zugfedern, die leicht brechen können.
Da ist doch noch was?
Wie Ihr seht ist da noch eine Stahlscheibe und noch eine Reibscheibe, die extra gesichtet sind. Hinter diesen befindet sich eine Dämpfungsfeder. Yamaha empfieht sie drin zu lassen. Entfernt man die Stahldrahtsicherung soll man die Dämpfungsfeder auswechseln und nicht wiederverwenden.
Bei der nächsten Wilden werden wir erstmal nur die Tellerfeder wechseln und mal schauen, ob das Rutschen weg ist. Spart eventuell ne Menge Geld.
Nahaufnahme einer neuen Reibscheibe. Wie Ihr seht, sind sie nicht gerade exakt hergestellt. Das Sintermaterial ist einfach nur raufgeklatscht worden. Trotzdem funktionieren sie und sind original Yamaha Reibscheiben. Von Nachbauern hätte ich sowas erwartet, von Yamaha nicht!
Hier nochmal die Markierung!
Der Kupplungskorb und die Kupplungsnabe werden auf Beschädigungen kontrolliert. Die Mutter in der Mitte muß bei normalem Kupplungswechsel nicht gelöst werden. Sie ist mit 70 Nm angezogen und man benötigt einen Kupplungshalter, den man außen auf die Nabe setzt.
Hier seht Ihr nochmal die Drahtsicherung der letzten beiden Scheiben. Sie müßen nur gewechselt werden, wenn eine Kraftübertragung kaum noch statt findet und die Kupplung nur noch rutscht.
Kommen wir zur Montage des neuen Kupplungssatzes. Als erstes kommt eine Reibscheibe, dann eine Stahlscheibe, dann wieder eine Reibscheibe und so weiter. Wichtig ist, daß der Satz nicht trocken montiert werden darf. Die Reibscheiben müßen von beiden Seiten reichlich mit Öl benetzt werden. Dafür bietet sich Euch, euer abgelassenes Öl an.
Nachdem die neuen Scheiben eingesetzt sind ist es wichtig die Dichtungsflächen hundertprozentig sauber und fettfrei zu machen, damit das Mopped später nicht leckt.
Alle Dichtungsreste entsorgen! Anschließend die Dichtung auf den Deckel legen, weil dort die Zentrierstifte drin sind und vorsichtig den Deckel ansetzen. Für diese Arbeit braucht man eigentlich 3 Leute. Einer der den Deckel auf die Schaltwelle setzt, einer der von der Seite schaut, ob die Zugstange in die Bohrung flutscht und einen der den Kupplungszughebel in Position hält.
Nachdem alles sitz und der Kupplungszughebel richtig sitzt, kann man die Schrauben des Deckels mit 10 Nm über Kreuz anziehen.
Fazit: Eine komplette Wechselei der Kupplung ist nicht erforderlich. So wie es aussieht, gibt die Tellerfeder im Laufe der Zeit nach. Die ist leicht auszuwechseln und gibt es auch in verschiedenen Stärken.
 
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