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Eigentlich interessiere ich mich für Auto´s nicht die Bohne. Sie sind für mich nur Mittel zum Zweck, trocken zur Arbeit zu kommen. Nun ergab es sich, daß wir auf der Arbeit einen ganzen Schwung Zeitschriften rein bekamen, unter denen auch eine VW Fan Zeitung lag. Die Zeitung war voll mit Berichten von getunten Golf´s, Jetta´s und und und. Also nichts interessantes! Als ich die Zeitschrift gerade in die Ecke donnern wollte, fiel mein Blick auf drei kleine Buchstaben, die mein Interesse wieder weckten.

Begierig las ich den Bericht und entschloß mich sofort, daß gerade gelesende an Euch weiterzugeben. Hier also der Bericht, der Zeitschrift " VW WOB! " vom 12 / 2006. Könnte die letzte Ausgabe gewesen sein, da sie gerade vor der Insolvenz stehen. Also, die Zeitschrift ist am Kiosk noch zu haben. Türlich, hab ich den Bericht, nach guter alter Sitte aufgepeppt!

WOB! - Spezial / Volle Pulle

Ob Giovanni Trappatoni nicht doch etwa ein heimlicher Tuning - Fan ist und sich in einer der legendärsten Pressekonferenzen unserer Tage mit den Worten " Flasche leer " nur darüber beschwerte, daß die Pulle Lachgas schon wieder einer neuen Füllung bedarf? Wer weiß ..... Fakt ist: Das Thema " Lachgas - Tuning " ist in aller Munde. Doch wie funktioniert so ein System, woraus resultiert die Mehrleistung und was haben Ladeluftkühler mit Lachgas zu tun?

Lachgas, auch unter der chemischen Formel N²O bekannt, existiert nicht erst seit dem Kult - Streifen " The Fast and the Furious ". Bereits im Jahre 1772 entdeckte und stellte der Engländer Joseph Priestley zum ersten mal Distickstoffoxid her. Schnell bekam das Gas wegen seiner erheiternden Wirkung den Namen Lachgas. Bis es allerdings den Weg in den Motor fand, sollten fast zwei Jahrhunderte vergehen. Das Militär besann sich im zweiten Weltkrieg auf Priestleys Erfindung und entwickelte die erste Lachgaseinspritzung für Flugzeugmotoren. Die Leistungssteigerung stand damals allerdings noch nicht im Focus. Vielmehr bekam man mit dem sauerstoffreichen Gasgemisch das Problem in den Griff, daß den Bombern über einer Flughöhe von 10.000 Metern schlicht und ergreifend der für die Treibstoffverbrennung nötige Sauerstoff ausging.

                  

1960 entdeckten die Dragster - verrückten Amerikaner das Lachgas und pushten damit die Leistung ihrer ausschließlich für die Viertelmeile konstruierten Bolliden. Mike Thermos und Dale Vaszian waren es, die sich als erstes damit beschäftigten komplette Kits für Autos zu entwickeln. Sie gründeten 1978 die Firma Nitrous Oxid Systems Inc. kurz NOS, und traten damit eine unaufhaltsame Tuning - Welle los.

Und so funktioniert´s:

Für die Wirkung von Lachgas als leistungssteigerndes Mittel sind mehrere Effekte verantwortlich: Zum einen läßt sich N²O unterhalb von minus 88,4 Grad leicht verflüssigen und somit ganz easy in Druckbehälter abfüllen. Obwohl das Gas die Temperatur seiner Umgebung annimmt, bleibt es bei 60 bar in der Flasche flüssig. Beim Ausströmen kühlt es wieder stark ab und reduziert die Temperatur im Brennraum des Motors auf bis zu minus 10 Grad! Die Folge: Der ansonsten heiße Brennraum nimmt mehr Gemisch auf - ein Effekt, den man auch mit einer Wasserkühlung erreichen könnte. Hinzu kommt aber noch, daß Lachgas im Vergleich zu Luft etwa die doppelte Menge Sauerstoff enthält. Der zusätzliche Sauerstoff ermöglicht es deutlich mehr Kraftstoff zu verbrennen, was zur gewünschten Leistungssteigerung führt. Nun liegt es doch eigentlich auf der Hand die Luft ganz weg zu lassen und den Motor ausschließlich mit Lachgas zu beatmen. Eine Annahme die fatale Folgen hat: Thermische Probleme würden dem Triebwerk bereits nach wenigen Kilometern den Garaus machen.

Luftfilter mit EinspritzleitungAufbau und Funktion
Der ZEX - Luftfilter ist eine schnelle Lösung um ein Dry - System zu realisieren. Hier wird die angesaugte Luft ausschließlich mit Lachgas angereichert. Grundvoraussetzung ist ein fett eingestellter Motor.

Grundsätzlich unterscheidet man Lachgas - Anlagen in Dry - und Wet Systeme. Bei Dry - Systemen gelangt ausschließlich Lachgas, also kein zusätzliches Benzin, in den Ansaugtrakt des Motors. Das Motormanagement ist daher so einzustellen, dass mehr Benzin in den Brennraum gefördert wird. Der Nachteil daran: Der Motor läuft auch beim Betrieb ohne Lachgaszusatz deutlich " fetter ". Wet - Systeme - die am häufigsten eingesetzte Methode zur Leistungssteigerung - hingegen umgehen diese " Nebenwirkungen ", indem sie das Lachgas im Ansaugtrakt mit einer Extraportion Kraftstoff mischen. Dies kann mit je einer separaten Düse für Lachgas und Benzin geschehen, im Idealfall aber mit einer sogenannte Single - Fogger, die beide Düsen in nur einem Bauteil kombiniert.

Bei deaktiviertem Lachgas - System läuft der mit einem Wet - System bestückte Motor völlig normal. Für den Einstieg ins Lachgas - Business ist eine einzige Single - Fogger kurz vor der Drosselklappe völlig ausreichen um ein Leistungsplus von realistischen 40 - 75 PS zu erzielen.

NOS KontrollerEdelbrock Kontroller

In der Profi - Liga gibt es leistungstechnisch nach oben hin keine Grenzen. Je ein Single - Fogger pro ZYlinder kann kurzzeitig zu einer PS - Vermehrung um 300 oder sogar mehr PS führen. Mit einem Basis - Triebwerk ist es in dieser Klasse aber nicht mehr getan. Schmiedekolben, spezielle Zylinderkopfdichtungen und Pleuel sowie viele Goodies aus dem Rennsport sind nötig, um so ein Aggregat standfest zu machen. Egal ob Einsteiger - oder Profi - Anlage: Die Mehrleistung ist abhängig vom Durchsatz der Düsen - der sogenannten Flare Jets - und somit vom Düsendurchmesser. Egal wie viele Düsen montiert sind: ihnen sind ( fast ) immer " intelligente " Magnetventile vorgeschaltet, die erst beim Volllastbetrieb einen ungehinderten Durchsatz zulassen.

Auch Diesel - Aggregate haben gut Lachen: Hersteller wie ZEX bieten mittlerweile komplette Kits für Selbstzünder an.

In den meisten Fällen finden heute N²O - Kits bei Benzinmotoren mit Einspritzanlage Verwendung. Die Idee des Lachgas Tuning käme aber nicht aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, gäbe es nicht selbstverständlich auch eine Lösung für Vergaser - Aggregate. Stellt solch ein Triebwerk die Basis dar, kommen spezielle Plattensysteme zum Einsatz, welche unter den Vergaser montiert das herkömmliche Benzin - / Luftgemisch mit Lachgas - bei Wet System auch mit zusätzlichem Treibstoff - anreichern. Auch Besitzer von Dieselmotoren können in den Genuss eines Lachgas Kits kommen. Die Leistungsausbeute fällt hier jedoch deutlich geringer aus, als dies bei Ottomotoren der Fall ist.

Inteligentes MagnetventilBenzinpumpe

Das Lachgas auch in der Peripherie des Motors für ein Leistungsplus sorgen kann, beweisen die fast ausschließlich in den USA bekannten Intercooler - Kits. Sie beinhalten eine mit winzigen Löchern versehene Aluminium - Schlange, die direkt vor dem Ladeluftkühler ihre Dienste verrichtet. Die Funktionsweise ist so einmal wie genial: Durch die Öffnungen strömt das eiskalte Lachgas aus und reduziert so die Temperatur des Ladeluftkühlers, was eine deutlich kältere Luft im Inneren bewirkt. Je nach Motor kann so eine Intercooler - System ein Leistungsplus von bis zu 50 PS bewirken.

Wer einmal dem Lachgas - Fieber verfallen ist, der findet auch so schnell keinen Weg der Heilung - zu groß ist das Zubehör - Sortiment, das sich vom elektrischen Flaschenöffner über Heizdecken bis hin zum elektronischen Überwachungssystem erstreckt. Einzig und allein die Herrn vom TÜV können einem den Spaß an den trendigen Flaschen vermiesen. Auf die Frage nach einem legalen Weg der Eintragung antworten sie ( noch ) mit klaren Worten: " No Chance! ".


 
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