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So, Ihr Klobürsten und Klappsparten! Bedankt Euch mal bei dem lieben Joachim ( www.wildstarfan.de ) dafür, daß er mir die Zeichnung mit den Ölbohrungen des Hydrogehäuses rüber gemailt hat. Damit und mit dem technischen Leitfaden von Manni und Jörn´s Testmotor konnte ich eine Methode erkennen und ausprobieren, wie man die Hydro´s im eingebautem Zustand entlüften kann.

Das ist die Zeichnung, die Joachim mir rüber gemailt hat. Das Bild zeigt die Hydro´s in unterster Stellung ( die Nocken der Nockenwelle liegen quer )und die Pfeile zeigen die Förderrichtung des Öls im laufendem Betrieb. In diesem Moment werden die Hydro´s mit Öl gefüllt. Dies kann man auch manuell machen. Gegenüber des links abbiegenden Pfeils seht ihr die Gehäuseschraube, wo man das Öl mittels einer Spritze einfüllen kann. Aber der Reihe nach!

Wenn ich mir vorstelle, was Yamaha für das Entlüften der Hydro´s nimmt, wird mir schlecht. Arbeitslohn, 3 Zylinderdichtungen, O - Ringe etc. Dabei gehen sie wohl genauso vor, wie ich es Euch beschreiben werde und kassieren richtig ab. Statt der 3 - 4 Stunden Arbeit, ist es eine Sache von maximal 10 Minuten und das Klingeln und Rasseln ist weg. Mit unserer Methode spart Ihr 100 - 200 Euronen und das schöne ist, wir machen nichts anderes als das was der Motor im Betrieb sowieso macht. Nur eben manuell.

Wie gegen wir vor?

Es gibt nur eine Stellung in der das klappt. Das ist dann, wenn beide Hydro´s auf der untersten Position sind, das heißt, beide Nocken der Nockenwelle müßen Waagerecht sein, die Ein - und Auslassventile geschlossen und die Stößel entspannt. Das ist zwischen dem 1. und 2. Arbeitstakt eines 4 Takt Motors, weil dann alle Ölbohrungen und Ölkanäle des Hydrogehäuses übereinstimmen und ein Durchfluß des Öls gewährleistet ist.

1. Takt (Ansaugtakt) Die sich drehende Kurbelwelle zieht über die Pleuelstange den Kolben im Zylinder abwärts. Durch das geöffnete Einlassventil wird dadurch Luft in den Zylinder gesaugt, welche zuvor in einem Vergaser mit Benzinnebel angereichert wurde.

 
2. Takt (Verdichtung) Nachdem der Kolben den tiefsten Punkt seiner Abwärtsbewegung erreicht hat, wird das Einlassventil geschlossen. Die sich weiter drehende Kurbelwelle schiebt nun durch die Pleuelstange den Kolben nach oben. Dieser drückt das zuvor angesaugte Benzin-Luftgemisch kräftig zusammen. Dadurch tritt eine starke Erhitzung und Verwirbelung ein, der Benzinnebel verdampft und es entsteht ein "explosives" Gasgemisch.
3. Takt (Arbeiten) Der Kolben erreicht den höchsten Punkt seiner Aufwärtsbewegung. In diesem Moment wird das Gasgemisch vom elektrischen Zündfunken einer Zündkerze entflammt. Schlagartig brennt das Gemisch ab, und die eingeschlossenen, heißen Brenngase erzeugen einen starken Druck. Dieser Verbrennungsdruck wirkt auch auf den Kolben und treibt ihn mit großer Kraft nach unten. Über die Pleuelstange leitet der Kolben seine Kraft an die Kurbelwelle weiter, er treibt sie an und verrichtet damit Arbeit.
4. Takt (Ausstoßen) Der Kolben hat die Kurbelwelle "auf Schwung gebracht". Nun ist er am untersten Punkt seiner Bewegung angekommen, sein Arbeitsweg ist zu Ende. Die Kurbelwelle kann mit ihrem Schwung den Kolben wieder nach oben beschleunigen. Dieser drückt dabei die verbrannten Abgase durch das nun geöffnete Auslassventil hinaus in den Auspuff. Ist der Kolben oben angelangt, wird das Auslassventil geschlossen und das Einlassventil geöffnet. Mit dem folgenden ersten Takt wird ein neues Arbeitsspiel begonnen.

Ihr werdet jetzt sagen: Tolle Wurst! Wie sollen wir denn genau den Punkt abpassen? Auch dazu haben wir uns Gedanken gemacht und es gibt eine Methode. 1. Entfernt den Tank 2. Entfernt die Zündkerzen des Zylinders, wo Ihr die Hydro´s entlüften wollt. 3. Nehmt den obersten Zylinderdeckel ab. Zu Punkt 4 gibt es zwei Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, den linken Seitendeckel hinter dem linken Trittbrett abschrauben ( kein Öl hinter ) und dreht die Kurbelwelle mittels einer Knarre oder Ihr tippt den Starter ganz kurz an, so das sich die Kurbelwelle ein klein wenig weiterdreht. Wenn Ihr die letzte Methode wählt, achtet bitte auf die Tankentlüftung, da kommt Öl raus.

Jetzt könnt Ihr mit einem 10 mm Rundmaterial durch das Zündkerzenloch tasten, wann der Kolben ganz unten ist. Ist dies der Fall, müßen beide Stößelstangen sich in der Pfanne drehen lassen. Ist das so, dann habt ihr die Position. Ist das nicht so, nochmal versuchen. Das ist die Position in der wir die Hydro´s mit Öl befüllen können.

So! Was haben wir jetzt eigentlich gemacht?

Wir haben jetzt die Ölnuten der Hydro´s mit den Ölkanälen des Hydrogehäuses übereinander gebracht, so daß das Öl bis in die Hydro´s gedrückt werden kann.
So würden die Hydro´s jetzt im Motor stehen. Alle Kanäle sind übereinander und das Öl kann in die Hydro´s gedrückt werden.
Solltet Ihr nicht die richtige Position haben, verschließen die Hydro´s den Ölkanal wieder. Siehe Bohrung!

Und wie bekommen wir jetzt das Öl in die Hydro´s?

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wozu die 3 Schrauben am Gehäuse sind? Hinter jeder Schraube befindet sich eine gerade Bohrung. Die kann man zum Durchblasen der Ölkanäle benutzen oder zum Auffüllen der Hydro´s.
Hier drück ich mit einer Spritze Öl in die Bohrung. Kann man schlecht sehen, aber das Öl kommt oben rechts in der Ecke raus.
Hier habe ich jetzt das Gehäuse der HYdro´s eingesetzt und drücke gerade Öl in die Bohrung. Das Öl fließt jetzt durch den Außenkanal des Gehäuses zum hinteren Hydro. Dort wo der Hydro für die Auslassventile sitzt. Ihr seht, wie das Öl aus der hinteren Bohrung rausfließt. Währ da jetzt ein Hydro drin, würde das Öl weiter in die Ölnut des Hydro´s laufen, dann durch die Bohrung in der Mitte zum vorderen Hydro.
So, im eingebautem Zustand, drückt Ihr das Öl mit einer Spritze durch die Schraubenbohrung und drückt gleichzeitig auf die Flanken der Kipphebel ( wo die Stößel drunter sitzen ). Pumpende Bewegungen halt, bis die Hydro´s voll sind. Achtet darauf, daß Ihr sie nicht zu doll aufpumpt. Danach könnt Ihr die Schraube wieder reindrehen und alles wieder zusammen bauen. So einfach ist das!

Hier nochmal eine Zeichnung mit den Strömungsbildern im Hydro!

 
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